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Bertelsmann Stiftung

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⌂ Preis für digitales Miteinander | Förderer: Bertelsmann Stiftung

Bertelsmann Stiftung

Die Bertelsmann Stiftung ist eine unabhängige, gemeinnützige Organisation, deren Ziel eine chancengerechte Gesellschaft mit demokratischen Werten, verlässlichen ökonomischen Rahmenbedingungen und sozialer Integration ist. Sie setzt sich für Teilhabe in unserer globalisierten Welt ein. Mit ihren Projekten gestaltet sie Zukunft in den Bereichen Bildung und Next Generation, Demokratie und Zusammenhalt, Digitalisierung und Gemeinwohl, Europas Zukunft, Gesundheit sowie Nachhaltige Soziale Marktwirtschaft – ergänzt durch das Zentrum für Datenmanagement und das Zentrum für Nachhaltige Kommunen. Weitere Informationen unter: www.bertelsmann-stiftung.de 

Interview mit Asena Soydaş, Co-Projektleiterin des Programms „Digitalisierung und Gemeinwohl“ der Bertelsmann Stiftung

Wer bist du und was machst du bei der Bertelsmann Stiftung?

Ich bin Asena und co-leite bei der Bertelsmann Stiftung das Projekt „Digitalisierung und Gemeinwohl“. Mein Schwerpunkt sind digitalpolitische Fragen. Dabei beschäftigt mich, wie wir digitale Technologien so gestalten und einsetzen können, dass sie dem Gemeinwohl dienen.

Wofür steht die Bertelsmann Stiftung und wofür setzt ihr euch ein?

Mit dem Projekt „Digitalisierung und Gemeinwohl“ setzen wir uns als Bertelsmann Stiftung dafür ein, dass unsere Gesellschaft die Digitalisierung selbstbestimmt und verantwortungsvoll gestalten kann. Digitale Technologien sollen den Menschen zugutekommen, staatliche Institutionen handlungsfähig bleiben und demokratische Werte auch im digitalen Raum gelten. Dafür bringen wir Perspektiven aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen. Wir beschäftigen uns sowohl mit den nötigen Kompetenzen als auch mit den politischen Rahmenbedingungen.

 

Asena Soydaş

Asena Soydaş

Co-Projektleiterin des Programms „Digitalisierung und Gemeinwohl“ der Bertelsmann Stiftung

Welche Themen beschäftigen euch aktuell besonders?

Beim Thema KI beschäftigt uns besonders ihr Einsatz in Organisationen mit gesellschaftlicher Verantwortung, etwa in der öffentlichen Verwaltung und im Sozialsektor. Gerade dort, wo Menschen in schwierigen Lebenslagen unterstützt werden, muss die Technik zu den Aufgaben und Werten der Organisationen passen. Dafür brauchen sie und ihre Mitarbeitenden die nötigen KI-Kompetenzen.

Ebenso wichtig sind bessere Rahmenbedingungen für gemeinwohlorientierte KI, damit geeignete, nachvollziehbare und möglichst offene Systeme leichter zugänglich werden. Dazu gehört auch die politische Seite. Wir schauen darauf, wie Regeln für KI, Daten und Plattformen wirksam umgesetzt werden und ineinandergreifen können. Sie sollen Grundrechte schützen und den Staat darin stärken, die digitale Entwicklung vorausschauend zu gestalten und mit neuen Herausforderungen resilient umzugehen.

Ihr seid Förderer des Publikumspreises für digitales Miteinander in der Kategorie „KI für das Gemeinwohl“. Warum ist dieses Thema für euch interessant?

Wer heute die Versprechen rund um KI verfolgt, könnte meinen, für fast jedes gesellschaftliche Problem gebe es schon eine technische Lösung. Viele Produkte bekommen ein KI-Etikett, noch bevor klar ist, was dadurch besser wird. So wird KI als Allheilmittel vermarktet, während ihr tatsächlicher Nutzen für die Menschen oft offenbleibt.

Gerade deshalb möchten wir Menschen und Organisationen sichtbar machen, die gesellschaftliche Probleme aus ihrer täglichen Arbeit oder eigener Erfahrung kennen und KI gezielt einsetzen, um etwas zu verbessern. Sie bringen Wissen, Ideen und die Bereitschaft mit, Neues auszuprobieren und das oft, obwohl ihnen technische und finanzielle Ressourcen fehlen. Mit der Kategorie „KI für das Gemeinwohl“ möchten wir ihr Engagement würdigen und ihren Projekten eine Bühne geben. Ihre Erfahrungen können anderen zeigen, was möglich ist, und ihnen Mut machen, selbst aktiv zu werden.

Was ist euch bei den Bewerbungen besonders wichtig?

Wir möchten erfahren, welches gesellschaftliche Problem ihr angeht, wem euer Projekt hilft und was durch KI tatsächlich besser wird. Vielleicht helft ihr Menschen, sich auf Extremwetter vorzubereiten, unterstützt Betroffene dabei Informationen zugänglicher zu machen, oder erleichtert Hilfsorganisationen die Verteilung von Lebensmitteln an Menschen in Not.

Erzählt uns, was euch antreibt, was ihr bereits erreicht und was ihr unterwegs gelernt habt. Uns interessieren eure Erfolge genauso wie überraschende Erkenntnisse und Schwierigkeiten. Dazu gehört auch, wie eure Erfahrungen den Blick auf den Nutzen und die möglichen Risiken von KI geprägt haben.

Wenn ihr euch außerdem schon Gedanken darüber gemacht habt, wie ihr KI selbstbestimmter nutzen könnt, ist das für uns das i-Tüpfelchen. Offene Modelle können beispielsweise helfen, mehr Kontrolle über Daten zu behalten und unabhängiger von großen Anbietern zu werden. Das ist aber keine Voraussetzung für eine Bewerbung. Wir freuen uns darauf, eure Projekte und die Menschen dahinter kennenzulernen.