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Preis für digitales Miteinander

Die Digitalisierung verändert, wie wir uns informieren, kommunizieren und konsumieren. Durch ihr Potenzial, Menschen zu vernetzen und Informationen in zuvor unvorstellbaren Mengen verfügbar zu machen, birgt Digitalisierung enorme Chancen für bürgerschaftliches Engagement. Sie ermöglicht, neue Wege zu gehen und mit bestehenden Projekten größere und neue Zielgruppen zu erreichen. Der Preis für digitales Miteinander setzt genau hier an.

Immer mehr Bürgerinnen und Bürger sind digital engagiert – sie programmieren in ihrer Freizeit Apps mit gesellschaftlichem Nutzen, erhöhen per selbstgebauter Online-Plattform die Reichweite von Projekten zur Stärkung der Dorfgemeinschaft oder erheben wichtige Umweltdaten und bereiten diese online für die Allgemeinheit auf. Noch sind solche Formen des Engagements relativ neu in der deutschen Ehrenamtslandschaft. Der Preis für digitales Miteinander möchte diejenigen wertschätzen, die den digitalen Wandel für bürgerschaftliches Engagement nutzbar machen und solchen Projekten Sichtbarkeit verleihen

Die Digitalisierung bietet viele Chancen, aber bislang können längst nicht alle daran teilhaben: Eine zentrale Herausforderung der Digitalisierung ist es, die mit ihr einhergehenden Umwälzungen gesamtgesellschaftlich und inklusiv zu gestalten. Einem großen Teil der BundesbürgerInnen fällt es schwer, sich souverän und selbstbestimmt in der digitalen Welt zu bewegen. Andere finden sich gänzlich im digitalen Abseits wieder und können der voranschreitenden Digitalisierung nicht mehr folgen. Der Preis für digitales Miteinander möchte diejenigen auszeichnen, die sich dafür einsetzen, andere auf dem Weg in die digitale Welt mitzunehmen und sie zu befähigen, sich darin selbstbestimmt und sicher zu bewegen. 

Bundespräsident empfängt Preisträger

Herausragende Initiativen wurden am 19. Juni 2020 in den Kategorien „Digitale Teilhabe“, „Digitales Engagement“ und „Digitaler Zusammenhalt in Zeiten von Corona“ erstmals gewürdigt. Der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier empfing die Preisträgerinnen und Preisträger am Digitaltag virtuell in Schloss Bellevue.

 
Unsere Preisträgerinnen und Preisträger sind nun im Rennen um den Deutschen Engagementpreis 2021.

Preisvergabe in drei Kategorien:

Digitale Teilhabe

Digitalisierung ist mehr als der Computer am Arbeitsplatz und das Smartphone in der Jackentasche. Digitalisierung verändert, wie wir konsumieren und kommunizieren, uns informieren und miteinander interagieren. Der digitale Wandel berührt alle Teile der Gesellschaft. Aber nicht alle haben auf dem Weg in die digitale Welt dieselben Startchancen. Einigen gesellschaftlichen Gruppen fehlt schlichtweg der Zugang zu digitalen Technologien oder es mangelt an den notwendigen Fähigkeiten, um sich in der digitalen Welt zurechtzufinden.

In der Kategorie “Digitale Teilhabe” werden Projekte ausgezeichnet, die dazu beitragen, dass alle gesellschaftlichen Gruppen vom digitalen Wandel profitieren können und alle Teile der Gesellschaft an der digitalen Welt teilhaben können. Wir suchen Projekte, die digital benachteiligten Gruppen den Weg aus dem digitalen Abseits ermöglichen und dazu beitragen, dass sich alle Mitglieder unserer Gesellschaft in der digitalen Welt selbstbestimmt und sicher bewegen können.

Digitales Engagement

Digitale Technologien können Menschen vernetzen, informieren und motivieren. Somit haben Apps und Algorithmen, Plattformen und Programmiersprachen auch das Potenzial, unser gesellschaftliches Miteinander zu bereichern. Digitale Technologien eröffnen neue Wege des Engagements. Wer in seiner Freizeit digitale Wege geht, um Menschen zu vernetzen, sie zum Einsatz für eine gute Sache zu motivieren oder ihr Leben durch die Bereitstellung von Informationen zu erleichtern, bereichert unser gesellschaftliches Miteinander.

In der Kategorie “Digitales Engagement” werden deshalb neue Formen des Engagements im digitalen Raum ausgezeichnet. Gesucht sind Projekte, die digitale Technologien auf innovative Weise für die Verbesserung und Ausweitung von bürgerschaftlichem Engagement nutzen oder mithilfe digitaler Technologien ganz neue Wege des Engagements eröffnen.

Corona-Sonderpreis

Der "Sonderpreis: Digitaler Zusammenhalt in Zeiten von Corona" unterstützt Projekte, die digitalen Zusammenhalt in Zeiten der Corona-Pandemie ermöglichen. Er richtet sich explizit an Projekte, die sich noch im Aufbau befinden und das Preisgeld für die Verbesserung und Erweiterung ihres Angebots nutzen möchten.

Denn die Corona-Pandemie stellt die gesamte Gesellschaft vor nie dagewesene Herausforderungen. Und Digitale Technologien können dabei helfen, diese Herausforderungen zu meistern, zum Beispiel indem sie Miteinander in Zeiten der sozialen Distanzierung ermöglichen und Solidarität in Krisenzeiten erleichtern.

Ob Kaffeeklatsch unter Freunden, Besuch bei den Großeltern, Lernen im Klassenzimmer oder der wöchentliche Großeinkauf - über Messenger-Dienste und Video-Telefonie, Online-Bestellungen und Erklärvideos verlagern derzeit Millionen von Menschen ihren Alltag in den digitalen Raum. Gleichzeitig schaffen zahlreiche Engagierte neue Angebote, die digitales Miteinander möglich machen oder entwerfen Lösungen, die Unterstützung für besonders von der Krise betroffene Gruppen generieren.

Die diesjährige Bewerbungsphase für den Preis für digitales Miteinander endete am 10. Mai 2020. Die Teilnahmebedingungen findet ihr hier und in zusammengefasster Form in unseren FAQs

Gewinner-Projekte

Jury-Mitglieder

Um den "Preis für digitales Miteinander" haben sich knapp 250 Initiativen beworben.
Die Gewinner werden durch eine prominent besetzte Jury gekürt.

Denis Bartelt

Denis Bartelt

Gründer und CEO Startnext
Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm

Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm

Vorsitzender des Rates
der Evangelischen Kirche
in Deutschland
Petra Bentkämper

Petra Bentkämper

Präsidentin Deutscher LandFrauenverband e.V.
Achim Berg

Achim Berg

Präsident Bitkom e.V.
Franziska Giffey

Franziska Giffey

Bundesministerin
für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Aya Jaff

Aya Jaff

Gründerin und Autorin
Julia Klöckner

Julia Klöckner

Bundesministerin
für Ernährung und Landwirtschaft
Raul Krauthausen

Raul Krauthausen

Inklusions-Aktivist
und Gründer
SOZIALHELDEN e.V.
Ina Remmers

Ina Remmers

Geschäftsführerin und Mitgründerin nebenan.de