Volkshochschule Mönchengladbach
Unsere Erde hat keine Reserve - umso wichtiger ist ein verantwortungsvoller Umgang mit ihren Ressourcen. Die Ausstellung "Keine Erde in Reserve" lädt dazu ein, über nachhaltiges Handeln nachzudenken. Digitale Technologien können dabei helfen, Ressourcen effizienter zu nutzen und innovative Lösungen für eine nachhaltige Zukunft zu entwickeln. Gleichzeitig ist die fortschreitende Digitalisierung ein wichtiger Treiber für Ressourcen- und Energieverbrauch. Es wird schnell deutlich: Eine nachhaltige Zukunft braucht beides, einen bewussten Umgang mit Ressourcen und kluge digitale Lösungen.
Weltweit mehr Menschen bedeuten mehr Infrastruktur und mehr Konsum. Damit einher geht ein steil ansteigender Verbrauch nicht erneuerbarer Rohstoffe. Deren Förderung, Transport und Verarbeitung bis hin zur Entsorgung ist mit erheblichem Energieaufwand und vielfach auch Umweltschäden wie Wasserverschmutzung, Zerstörung der Landschaft sowie Belastungen von Böden und Luft verbunden. Hinzukommen für die betroffenen Menschen erhebliche Gesundheitsrisiken und gefährliche Arbeitsbedingungen. Trotzdem werden viele Produkte nur für den einmaligen Gebrauch konzipiert oder verschleißen schon nach kurzer Nutzungsdauer.
Mit zunehmender Verknappung erhöhen sich die wirtschaftlichen Kosten der Ausbeutung wichtiger Rohstoffe. Der Druck auf wichtige Ökosysteme wie Regenwälder beschleunigt den globalen Klimawandel, der wiederum das Interesse am Abbau von Bodenschätzen in sensiblen Regionen wie der Arktis sowie den Ozeanen verstärkt.
Nachhaltiger Konsum in einer klima- und ressourcenschonenden Kreislaufwirtschaft setzt daher schon bei der Vermeidung an: Es reicht nicht, Produkte am Nutzungsende zu recyceln: Dabei gehen viele Wertstoffe verloren und das Recyclingmaterial erreicht in vielen Fällen nicht die Qualität des ursprünglich eingesetzten Rohstoffs. Exporte in Länder des globalen Südens schaffen zusätzliche Probleme, da dort die Abfallwirtschaft in der Regel nur schwach entwickelt ist.
Eine zentrale Herausforderung besteht daher darin, gutes Leben und gesellschaftliches Wohlergehen bei deutlich niedrigerem Verbrauch nicht erneuerbarer Rohstoffe und Ressourcen zu gewährleisten. Dies würde außerdem Umwelt- und Klimaschäden sowie wirtschaftliche und soziale Kosten reduzieren.
Die Ausstellung zeigt Zusammenhänge von Konsum und Ressourcenverbrauch auf und gibt Anregungen für deren bewusste Nutzung. Zudem beleuchtet sie an Beispielen die Herausforderungen, mit denen das NRW Partnerland Ghana im Bereich der Kreislaufwirtschaft konfrontiert ist.
Die Ausstellung ist in der VHS zu sehen vom 27.04.26 bis zum 21.07.26.
Details der Aktion
Vor Ort
Volkshochschule Mönchengladbach
Lüpertzender Straße 85
41061 Mönchengladbach
Deutschland